Freimaurerloge Friedrich zum weißen Pferde, Nr. 19 i. O. Hannover

Einige Ergebnisse der Glücksforschung und Freimaurerei.

 

Vortrag für einen Gästeabend am 22. September 2009 

Im Sommer dieses Jahres bekam ich ein Buch geschenkt, in dem sich ein Kapitel mit den Ergebnissen derGlücksforschung beschäftigte. Glücksforschung? Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Eine Wissenschaft, die sich mit dem Glück der Menschen befasst, interessierte mich sofort.

Schon die erste Darstellung in diesem Kapitel erweckte mein lebhaftes Interesse. Es wurde das Glücksbefinden von Menschen in 178 Staaten untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigte, dass es keinen Zusammenhang zwischen Wohlstand und Glück gibt, denn auf dem ersten Platz landete der relativ arme Inselstaat Vanuatu in der Südsee, während die Industriestaaten mit hohem Wohlstandsniveau meist auf mittleren oder hinteren Plätzen landeten, z. B. Italien auf Platz 66, Deutschland auf Platz 77, England auf Platz 108 und die USA sogar nur auf Platz 150. Arme Länder, in denen das Pro-Kopf-Einkommen weniger als ein Fünftel des unsrigen beträgt, wie z. B. Kolumbien, Venezuela, Indonesien und Nigeria lagen im Glücksindex über Deutschland oder gleichauf. (Marion Sonnenmoser, „Arm und ausgebeutet – aber trotzdem glücklich,“ a.a.O., S.40)

Nun mag man gegen die Ergebnisse solcher Studien einwenden, dass das Ergebnis durch die Fragestellung und durch die Definition des Begriffs „Glück“ bestimmt wird.

Aber die Feststellung, dass steigender materieller  Wohlstand nicht unbedingt mit einer Steigerung des Glücks korreliert, ist plausibel, denn seit 1930 hat sich unser Lebensstandard nach den Berechnungen des Wirtschaftswissenschaftlers Zilibotti um das siebzehnfache erhöht, aber das Wohlbefinden in unserer Gesellschaft hat nicht im gleichen Maße zugenommen. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23.12.2007, S. 31)

Aber was versteht man überhaupt unter Glück? Die Glücksforschung unterscheidet drei Formen des Glücks. Das Glück kann ein schicksalhaftes Ereignis sein. „Glück haben“ in diesem Sinne bedeutet, dass man durch ein unvorhersehbares Ereignis begünstigt wird, wie z.B. durch einen Lottogewinn oder dass man vor einem Unglück verschont wurde oder der Schaden nicht so groß geworden ist, wie er auch hätte sein können. In der Redewendung: „Glücklicherweise ist nicht mehr passiert“ kommt dieser Sinn des Wortes Glück zum Ausdruck.

Bei den weiteren Definitionen des Glücksbegriffes spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Glücksmomente können wir nur während einer kurzen Zeitdauer erleben, z. B. mit guten Freunden zusammen sein oder sich an einer guten Mahlzeit erfreuen.

„Glück empfinden“ kann aber auch ein dauerhaftes Gefühl sein. Wenn man viele Glücksmomente über einen längeren Zeitraum oder über sein ganzes Leben erlebt hat, kann man mit seinem Leben zufrieden sein. Die Glücksforscher sprechen dann nicht von Glück, sondern von einem subjektiven Wohlbefinden. Diese Form des langfristigen Glückszustandes spielt auch in der Freimaurerei eine entscheidende Rolle, denn die Freimaurerei beschäftigt sich auch mit der Frage, wie man sein Leben so gestalten kann, damit man am Ende seines Lebens von einem erfüllten und glücklichen Leben sprechen kann.

So neu wie die Glücksforscher tun, ist die Beschäftigung mit dem Begriff „Glück“ nicht. Für die Philosophen vom Altertum bis zur Neuzeit war das Nachdenken über das Glück schon immer eine spannende Frage. Für die Stoiker war der Mensch glücklich, der nach der Natur lebte, d. h., der sich in das Ganze des Kosmos wie auch in die Gemeinschaft einfügte. Da die Natur durch die göttliche Vernunft geschaffen wurde, kann sich der Mensch glücklich nennen, der im Einklang mit der Natur lebt und seine persönlichen Leidenschaften und Begierden zurückdrängt. Durch eine asketische Lebensführung kann man nach Auffassung der Stoiker einen ausgeglichenen Seelenzustand erreichen und damit in einem anhaltenden Glückszustand leben.

Dagegen beschreibt Epikur die Lust als das oberste Prinzip eines gelungenen Lebens. So geht es in der epikureischen Glücksphilosophie darum, durch Schmerzvermeidung einen Zustand körperlicher und seelischer Schmerzfreiheit zu erreichen und ihn subjektiv als Lebensfreude zu bewerten. Diesen Zustand erreicht man nicht durch übermäßiges Essen und Trinken, wie Epikur oft unterstellt wird, sondern durch das Stillen seiner Grundbedürfnisse wie Nahrung und Behausung; aber bemerkenswerterweise zählt Epikur auch die Freundschaft zu anderen Menschen zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wie wir später noch sehen werden, kommt er damit intuitiv den Ergebnissen der modernen Glücksforschung schon sehr nahe.

Jeremy Bentham, der von 1748 bis 1832 gelebt hat, sagt, dass jedermann wisse, was Glück ist, weil jedermann wisse, was Lust ist. Bentham kommt deshalb zu dem Schluss, dass es für eine Gesellschaft das Beste sei, das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl von Menschen zu erreichen. Dieses von Bentham eingeführte Prinzip, das unter dem Begriff „Utilitarismus“ in die Philosophie eingegangen ist, findet sich auch in der amerikanischen Verfassung wieder, die sehr stark von Freimaurern geprägt ist. „The persuit of happiness“ ist ein Grundsatz der amerikanischen Verfassung, der bis heute gilt. Allerdings ist die  Glücksauffassung von Bentham doch relativ undifferenziert gegenüber der heutigen Glücksforschung.

Der englische Philosoph David Hume, der von 1711 bis 1776 lebte, also etwas früher als Bentham, argumentiert, dass das unermüdliche Streben des Menschen letztlich darauf abziele, glücklich zu sein. Allein aus diesem Grund seien die Künste erfunden, die Wissenschaften entwickelt, die Gesetze erlassen und die Gemeinwesen organisiert worden. Wohlstand, Ruhm, Bewunderung und alle anderen möglichen Ziele sind dem Glück untergeordnet. Gleich, ob unsere Wünsche materieller oder sozialer Natur sind – sie sind alle nur ein Mittel für das große Ziel: glücklich zu sein. (zitiert nach Tal Ben-Shahar, Glücklicher – Lebensfreude, Vergnügen und Sinn finden, München 2007, S. 61)

Auch Sigmund Freud hat sich mit dem Streben des Menschen nach Glück auseinander gesetzt. Freud knüpft in seiner berühmten Abhandlung über „Das Unbehagen in der Kultur“ an das Lustprinzip von Epikur an. Freud sagt: „Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der „Schöpfung“ nicht enthalten. Jede Fortdauer einer vom Lustprinzip ersehnten Situation ergibt nur ein Gefühl von lauem Behagen; wir sind so eingerichtet, dass wir nur den Kontrast intensiv genießen können, den Zustand nur sehr wenig. Somit sind unsere Glücksmöglichkeiten schon durch unsere Konstitution beschränkt.“ (Freud, S., a.a.O., S. 105 f.)

Wir sehen, dass Freud hier den kurzfristigen Glücksbegriff verwendet. Die Evolution der Lebewesen belohnt nur die Weitergabe der Gene. Die natürliche Selektion schert sich keinen Deut um Glück. Diese Aussage von Freud entspricht nicht den neusten Erkenntnissen der Glücksforschung, wie wir später noch sehen werden.

Der eingangs dargestellte Tatbestand, dass materieller Wohlstand allein nicht unbedingt zu einem glücklichen Leben führt, ist durch viele empirische Untersuchungen belegt. So hat zum Beispiel eine Untersuchung von Lottogewinnern ergeben, dass diese ein Jahr nach ihrem Lottogewinn nicht glücklicher waren als der Durchschnitt einer Vergleichsgruppe von Menschen, die nicht im Lotto gewonnen hatten.

Es stellt sich die Frage, wenn also materieller Reichtum nicht zwangsläufig zum Glück führt, warum sind dann so viele Menschen von dieser Vorstellung so besessen? Warum ist es wichtiger, reich zu sein, als einen Sinn im Leben zu finden? Warum fühlen wir uns soviel wohler, wenn wir Entscheidungen nach materiellen Kriterien treffen und nicht nach emotionalen?

Tal Ben-Shahar gibt in seinem Buch „Glücklicher“ die folgende Antwort: „Wenn wir uns die Evolution anschauen, könnte es sein, dass unsere entfernte Vergangenheit unser gegenwärtiges Verhalten bestimmt. Als wir noch Jäger und Sammler waren, bestimmte die Anhäufung von Wohlstand – der hauptsächlich aus Nahrungsvorräten bestand -, ob wir die nächste Dürre oder den nächsten kalten Winter überstanden. Zu horten gehörte zu unserer inneren Verfassung. Heute haben selbst die, deren Zukunft materiell abgesichert ist, noch einen Hang zum Horten über das Maß der Notwendigkeit hinaus. Die Anhäufung von materiellen Dingen ist nicht länger für das Überleben notwendig, sondern zum Selbstzweck geworden. Wir sammeln nicht mehr etwas an, um zu leben; wir leben um etwas anzusammeln.“ (Tal Ben-Shahar, a.a. O., S. 95)

Wenn wir etwas entscheiden oder beurteilen, neigen wir dazu, uns auf  materielle Kriterien zu beschränken, anstatt auch immaterielle Wertmaßstäbe zu berücksichtigen, weil materielle Dinge leichter quantifizierbar sind und damit zu bewerten und einzuschätzen sind. Wir ziehen den messbaren, materiellen Wohlstand und das damit verbundene Prestige den nicht messbaren Werten vor. Oscar Wilde hat das einmal sinngemäß in dem Satz zusammengefasst, dass eine Banause ein Mensch sei, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt.

Sollte man nach dieser Auffassung die materielle Basis nun gänzlich vernachlässigen? Das Gegenteil von „reich und glücklich“, nämlich „arm aber glücklich“ trifft nach Auffassung des Glücksforschers Bruno Frey aber auch nicht zu. Er hat herausgefunden, dass ein glückliches Leben auch von einem gewissen Lebensstandard abhängt. Mehr Geld mache aber nicht glücklicher, sondern das Glück eines Menschen hänge davon ab, ob er seine Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wohnen und kulturelle Bedürfnisse ohne große Einschränkungen befriedigen kann und ihm dadurch die Möglichkeit zu einem selbst bestimmten Leben eröffnet wird. Dazu benötige man zwar ein gewisses Einkommen, aber man muss nicht reich sein.

Welches sind aber die Komponenten, die zu einem langfristig glücklichen Leben führen? Drei Lebensstile sind nach  Auffassung der Glücksforscher möglich, um glücklich zu werden. Erstens: Wer ein hedonistisches Leben führt, erreicht durch den Genuss angenehmer und lustbetonter Dinge bei gleichzeitiger Vermeidung lustfeindlicher Faktoren einen gewissen Glückszustand. Zweitens: Ein sinnerfülltes Leben, das ebenfalls zu einem glücklichen Leben führen kann führt derjenige, der vor allem nach einem tieferen Lebenssinn strebt und die eigenen Tugenden und Charakterstärken in den Dienst einer höheren Sache stellt. Und schließlich kann als dritter Lebensentwurf ein aktives Leben geführt werden, bei dem die eigenen Fähigkeiten für wirtschaftliche, kulturelle oder künstlerische Aktivitäten eingesetzt werden.

In großen internationalen Studien wurde erforscht, welcher Lebensstil am ehesten glücklich macht. Der Glücksforscher Heiko Ernst fasst das Ergebnis dieser Studien folgendermaßen zusammen: „Alle drei Lebensstile können für sich genommen glücksbringend sein, aber am besten fördert sein Lebensglück, wer eine Mischung der drei Stile anstrebt: genussvoll leben, sich um Lebenssinn bemühen, seine Talente und Fähigkeiten entwickeln. Wer in diesem Sinne „das volle Leben“ praktiziert, rangiert ganz oben auf den Skalen von Zufriedenheit und Glück.“ (Heiko Ernst: „Gibt es einen Maßstab für das Glück?“, S. 8)

Aber helfen uns diese allgemeinen Aussagen weiter, um ein glückliches Leben zu führen? Die Glücksforschung geht aber auch weiter ins Detail und hat eine Vielzahl von konkreten Verhaltensweisen herausgefunden, die glücklich machen.

Neue Studien aus der Neurobiologie beweisen: Der beste Glücksbringer für den Menschen sind gute Beziehungen zu anderen Menschen. ( Joachim Bauer, a.a.O., S.66) Kern aller Motivation ist, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden oder zu geben. Wir sind auf soziale Resonanz und Kooperation konstruierte Wesen. Insofern sind gute partnerschaftliche Beziehungen und ein gutes soziales Netz für das Glück eines Menschen äußerst wichtig. Das erklärt auch das Wohlbefinden in den eingangs genannten armen Ländern, in denen oftmals noch Gemeinschaften bestehen, die diese Bedürfnisse des Menschen erfüllen.

Weiterhin haben Psychologen herausgefunden, dass Menschen glücklich werden, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind. Das erste Grundbedürfnis ist Selbstbestimmung. Man muss selbständig entscheiden können und selbständig die eigenen Interessen und Ziele verfolgen können. Das zweite Grundbedürfnis ist Kompetenz, d.h., die Fähigkeit, wirksam zu handeln und Herausforderungen zu bewältigen. Das dritte Grundbedürfnis ist die Zugehörigkeit, d.h., dass man sich akzeptiert und geschätzt und mit wichtigen Bezugspersonen verbunden fühlt, wie ich eben schon dargelegt habe.

Herausgefunden haben die Glücksforscher auch, dass schöne Erfahrungen, wie z.B. ein schönes Konzert hören oder eine interessante Reise machen, langfristig den Menschen glücklicher machen als materielle Dinge, z. B. der Kauf eines bestimmten Gegenstandes. Die Psychologen führen das darauf zurück, dass wir durch Erlebnisse stärker emotional beteiligt sind und uns stärker mit dem Erlebten identifizieren als durch den Kauf von materiellen Dingen.

In unserer heutigen Zeit haben viele Menschen das Bestreben, in immer kleiner werdende Zeiteinheiten, immer mehr Aktivitäten hineinzupacken. Die Folge davon sind innere Unruhe, Nervosität und Unkonzentriertheit. Die „beschleunigte Gesellschaft“ bietet zu viele Reize und Informationen und zu viele Ablenkungen, so dass wir unsere Mitte verlieren. Diese allgemeine Hektik führt nicht gerade zu einem glücklichen Leben. Die Glücksforscher raten deshalb, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und alle die Dinge über Bord zu werfen, die nur Zeit kosten ohne uns etwas zugeben. Wichtig ist, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und positive Gefühle entwickeln wie Gelassenheit, Selbstvertrauen und Optimismus. Glücklich gestimmte Menschen sind ausgeglichener und überwinden schwierige Situationen schneller. Und wir müssen auch wieder die kleinen Freuden des Alltags schätzen zu lernen. Dann kommen wir auch dem Glück ein Stück näher.

In seinem Buch „Glücklicher“ gibt Ben-Shahar gute Ratschläge für die Gebiete Lernen, für das Glücklichsein am Arbeitsplatz und für das Glücklichsein in menschlichen Beziehungen, ohne in das Banale der allgemeinen Ratgeberliteratur abzurutschen. Aus Zeitgründen kann hier nicht auf die Einzelheiten eingegangen werden. Zusammenfassend gibt er den folgenden Ratschlag zum Glücklichsein: „Viele Menschen nutzen ihr Potenzial zum Glücklichsein deshalb nicht, weil sie nicht richtig mit ihrer wertvollen Zeit umgehen – sie sind gehetzt und suchen gedankenlos nach Zerstreuung. Ob wir ein verarmtes oder ein erfülltes Dasein führen, hängt davon ab, wie wir unsere Zeit nutzen; wenn wir richtig mit ihr umgehen, ermöglicht sie uns, worum es wirklich geht.“ Unser Streben nach Glück kann ein endloser Prozess sein, in dem wir wachsen; es gibt keine Grenzen für unser Glücklichsein. Indem wir im Bereich der Arbeit, der Ausbildung und der Partnerschaft Ziele verfolgen, die uns sowohl etwas bedeuten als auch Spaß machen und Freude bringen, werden wir immer glücklicher. Wir erleben dann nicht nur ein flüchtiges Hoch, sondern ein dauerhaftes Glück.

Am Ende dieses Vortrages werden sich die Gäste fragen, was hat die Glücksforschung  mit der „Freimaurerei“ zu tun. Wenn man die Freimaurerei als „königliche Kunst“ versteht, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen, dann erkennt man sofort den Bezug zum heutigen Vortrag. In der Freimaurerei geht es um Selbsterkenntnis und um Welterkenntnis. Zur Selbsterkenntnis liefert die Freimaurerei ein methodisches Handwerkszeug, das aus Symbolen mit zeitgemäßen Interpretationen und durch rituelles Einüben einer freimaurerischen Ethik besteht. Die Arbeit an sich selbst steht  immer im Mittelpunkt der freimaurerischen Arbeit. Ein wesentliches Mittel dazu ist auch das brüderliche Gespräch, das in unserer Loge besonders gepflegt wird. Mit jedem Bruder kann man in der Loge in einem ungezwungenen Klima über seine Probleme sprechen, ohne das etwas davon nach draußen  dringt. Dies ist das eigentliche freimaurerische Geheimnis, über das in der Öffentlichkeit mit soviel Unsinn spekuliert wird.

Ben-Shahar, der selbst kein Freimaurer ist, gibt einen fast freimaurerischen Rat, wenn er für die Veränderung des eigenen Verhaltens die Schaffung eines persönlichen „Glücksgremiums“ empfiehlt. „Schaffen Sie sich ein persönliches „Glücksgremium“ – eine Gruppe von Menschen, denen Sie und Ihr Wohlbefinden am Herzen liegen. Dieses Gremium ist dazu da, darauf zu achten, dass Sie das grundlegende Ziel, nämlich glücklich zu sein, nicht aus den Augen verlieren. Bitten Sie seine Mitglieder, das im Auge zu behalten, was Sie sich vorgenommen haben, und darauf zu achten, dass Sie es auch ausführen. Treffen Sie sich regelmäßig, um über Ihre Fortschritte zu sprechen, zum Beispiel, wo Sie sich entscheidend verbessert haben, wo Sie sich noch mehr anstrengen sollten oder wo Sie am besten Ihren Kurs ändern. Es ist nicht leicht, an unserem Engagement und unseren Zielen festzuhalten. Es braucht seine Zeit, bis aus einer Handlung eine Gewohnheit, ein Ritual wird; und daher scheitern die meisten Versuche einer Veränderung. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg jeglicher Form von Veränderung – seien es tägliche Körperübungen oder das Bestreben, die Dinge nicht immer aufzuschieben, …. besteht darin, dass wir von anderen unterstützt werden.“ (Ben-Shahar, a.a.O. S. 125 f.)

Ich glaube, es gibt keine bessere Beschreibung für die Arbeit in der Loge als diese von einem Nicht-Freimaurer. In einer Loge findet man genau das Gremium, von dem Ben-Shahar hier spricht. Dies ist aber nicht eine Aufforderung einer Loge beizutreten, denn diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Ich muss auch betonen, dass der, der nicht  bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, auch nicht Freimaurer werden sollte.

 

Literatur:

1. „Glücksmomente – was das Leben gelingen lässt“, in „Psychologie Heute compact“, Heft 17, 2007.

2. Uli Hauser: „Im Frieden mit sich und der Welt“, Stern, 19.5.2005, S. 102 – 132

3. Wikipedia: Glück, S. 1 – 6

4. Marion Sonnenmoser, „Arm und ausgebeutet – aber trotzdem glücklich“, Personalführung 3/2007, S. 34 – 40

5. „Geld macht doch glücklich“, Forum ARIVA.de

6. Sigmund Freud: „Das Unbehagen in der Kultur“, Fischer Bücherei, Bd. 47, S. 89 - 191

7. Rainer Hank: „Arbeit, Sparsamkeit und Fleiß,“ Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23.12.2007, S.31

8. Tal Ben-Shahar: „Glücklicher – Lebensfreude, Vergnügen und Sinn finden“, München 2007

9. Stefan Klein: „Die Glücksformel oder wie die guten Gefühle entstehen“, Hamburg 2008

10. Richard David Precht: „Wer bin ich und wenn ja, wie viele? München 2007

 

Autor:

Dr. Siegfried Schildmacher
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