Freimaurerloge Friedrich zum weißen Pferde, Nr. 19 i. O. Hannover

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Winkelzirkel Bedeutende Freimaurer in Hannover - Vortragsveranstaltung im Historischen Museum Hannover über Freimaurer des Welfenhauses, Freiherr Adolf Knigge, Jobst Anton von Hinüber und Staatskanzler Karl August von Hardenberg

Das hat man selten bei einem historischen Thema erlebt: der Vortragssaal im Historischen Museum Hannover war schon voll besetzt und für die noch eintreffenden Zuhörer mussten weitere Stühle herbei geschafft werden. Durch Dan Browns Roman „Das verlorene Symbol“ hat die Freimaurerei wieder Hochkonjunktur und zieht Leute an, um mehr über Freimaurerei zu erfahren.

Hannover und die Freimaurerei hängen eng zusammen, darauf wies Jürgen Gansäuer, Landtagspräsident a. D., in seinem Vortrag über die Freimaurer im Welfenhaus hin, denn unter den hannoverschen Königen in England entstand nach 1717 die moderne Freimaurerei. Aber nicht nur viele Mitglieder der königlichen Familie waren Freimaurer, sondern nach dem Ende der Personalunion mit England, auch die hannoverschen Könige Ernst August (1771-1851) und sein Nachfolger Georg V. waren Freimaurer. Georg V. wurde am 12. Januar 1857 in die hannoversche Freimaurerei aufgenommen.

Über den berühmten Freiherrn Adolf Knigge referierte Museumsdirektor Dr. Schwark. Knigges Lebensweg war stark durch die Freimaurerei, die ein Kind des Aufklärungszeitalters ist, geprägt. So ist denn auch Knigges berühmtes Werk alles andere als ein Benimmbuch, sondern ein lebensphilosophisches Werk über für die sich am Ende des 18. Jahrhunderts sich bildende bürgerliche Gesellschaft.

Ein Nachfahre des Oberpostkommissars Jobst Anton von Hinüber, Hartmut von Hinüber, schilderte sehr anschaulich die vielfältigen Interessen von Jobst Anton von Hinüber, der mehr als ein Leiter der königlichen Post im Königreich Hannover war, sondern auch Inspektor des königlichen Straßenbaus und ein Förderer der modernen Landwirtschaft. Mit dem sogenannten Hinüberschen Garten, der auch heute noch besteht,  schuf er den ersten Landschaftspark in Deutschland, lange vor den Landschaftsgärten des Fürsten Pückler-Muskau. Jobst Anton von Hinüber war Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Friedrich“ in Hannover.

Über den preußischen Staatskanzler Fürst Karl August von Hardenberg referierte der jetzige Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferde“ in Hannover. Karl August von Hardenberg ist berühmt geworden durch die sogenannten Stein-Hardenberg´schen Reformen in dem Jahrzehnt zwischen 1807 bis 1817. Auf ihn geht die Selbstverwaltung der Städte, die Gleichstellung der Juden, die Bauernbefreiung und die Reform der preußischen Verwaltung zurück. Karl August von Hardenberg war von 1778-1781 Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferde“ in Hannover.

Durch die Vorträge wurde den Zuhörern klar, welch große Rolle Freimaurer in Hannover gespielt haben, denn mehr als 100 Straßen in Hannover sind nach Freimaurern benannt.

Siegfried Schildmacher

 

 

Kontakt:

 

Dr. Siegfried Schildmacher, Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferde“, Tel. 0511-6497036, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!